Ratgeber

Website für SHK-Betriebe: Notdienst, Heizungstausch und Förderung richtig darstellen

Redaktion KMU-KI ·

Wer die Website eines SHK-Betriebs aufruft, hat meistens einen von zwei Gründen. Entweder ist gerade etwas kaputt: Das Rohr tropft, die Heizung bleibt kalt, der Abfluss läuft nicht ab. Oder jemand plant etwas Größeres, etwa einen Heizungstausch oder ein neues Bad. Die erste Gruppe will in Sekunden wissen, ob Sie helfen können und wie sie Sie erreicht. Die zweite vergleicht in Ruhe mehrere Betriebe und schaut genau hin.

Eine gute SHK-Website bedient beide Fälle. In diesem Ratgeber lesen Sie, wie Sie Notdienst, Heizungstausch, Förderung und Badsanierung so darstellen, dass daraus brauchbare Anfragen werden und weniger Rückfragen am Telefon.

Notdienst: schnell erreichbar und ehrlich beschrieben

Beim Notdienst zählt jede Sekunde, und die meisten Menschen suchen in dieser Lage mit dem Handy. Deshalb gehört die Telefonnummer auf jede Seite, gut sichtbar im Kopfbereich und als anklickbarer Link. Wer auf die Nummer tippt, sollte direkt anrufen können, ohne sie abzutippen.

Wichtig ist auch, was rund um die Nummer steht:

  • Erreichbarkeit: Schreiben Sie genau, wann Ihr Notdienst erreichbar ist. „Rund um die Uhr“ gehört nur auf die Seite, wenn das auch am Sonntagmorgen um drei stimmt. Sonst lieber konkrete Zeiten nennen.
  • Einsatzgebiet: Nennen Sie die Orte oder den Umkreis, in dem Sie im Notfall rausfahren, zum Beispiel Chemnitz und bestimmte Nachbarorte. Das erspart Ihnen Anrufe aus Gegenden, die Sie ohnehin nicht bedienen.
  • Was ein Notfall ist: Ein Wasserrohrbruch, Wasser, das sich nicht mehr absperren lässt, oder eine ausgefallene Heizung im Winter sind typische Fälle. Ergänzen Sie, dass ein kurzer Anruf klärt, ob ein Einsatz nötig ist.
  • Kosten: Wenn außerhalb der normalen Arbeitszeit Zuschläge anfallen, sagen Sie das offen. Ein Satz wie „Für Einsätze am Abend und am Wochenende berechnen wir einen Zuschlag, den wir Ihnen am Telefon nennen“ schafft Klarheit. Wer konkrete Sätze nennen möchte, muss sie aktuell halten.

Zusätzlich helfen ein paar kurze Sofort-Tipps, solange Kunden auf Sie warten. Bei einem Rohrbruch den Hauptwasserhahn zudrehen und bei Wasser in der Nähe von Steckdosen die Sicherung ausschalten. Bei Gasgeruch keine Lichtschalter oder Klingeln betätigen, kein offenes Feuer, Fenster öffnen, das Haus verlassen und von draußen den Notruf des Gasversorgers anrufen. Mehr braucht es nicht, alles Weitere klären Sie vor Ort.

Heizungstausch: eine eigene Seite statt eines Spiegelstrichs

Ein Heizungstausch ist für die meisten Hausbesitzer eine große Entscheidung. Sie lesen sich ein, vergleichen und fragen oft bei mehreren Betrieben an. Ein einzelner Punkt „Heizungsbau“ in einer Leistungsliste reicht dafür nicht. Besser ist eine eigene Unterseite, die Fragen beantwortet, bevor sie gestellt werden.

Nur zeigen, was Sie wirklich anbieten. Nennen Sie die Systeme, die Ihr Betrieb einbaut und wartet, etwa Wärmepumpe, Gas-Brennwert, Hybridheizung oder Pelletkessel. Was Sie nicht machen wollen, lassen Sie weg. Dann bekommen Sie auch keine Anfragen dafür.

Den Ablauf erklären. Beschreiben Sie in wenigen Schritten, wie ein Heizungstausch bei Ihnen läuft: Erstgespräch, Termin vor Ort, Angebot, Einbau, Inbetriebnahme und Einweisung. Wer weiß, was auf ihn zukommt, fragt eher an.

Sagen, welche Angaben Sie brauchen. Für eine erste Einschätzung helfen Ihnen meist:

  • Art und ungefähres Baujahr der jetzigen Heizung
  • Wohnfläche und Art des Gebäudes
  • Fotos vom Heizraum und vom Typenschild des Kessels
  • auf Wunsch der bisherige Verbrauch, etwa aus der letzten Abrechnung

Ein Anfrageformular mit Foto-Upload anbieten. Auf die Heizungstausch-Seite gehört ein eigenes Formular, das genau diese Punkte abfragt und Fotos annimmt. Halten Sie es so kurz wie möglich: Alles, was Sie auch im Rückruf klären können, muss nicht ins Formular. So kommen Anfragen bei Ihnen an, mit denen Sie gleich etwas anfangen können.

Förderung: informieren, aber nichts versprechen

Viele Hausbesitzer fragen beim Heizungstausch zuerst nach Fördergeld. Das Thema gehört deshalb auf die Seite, aber mit Vorsicht. Förderprogramme, Fördersätze und Antragswege ändern sich immer wieder, und eine veraltete Zahl auf Ihrer Website kann zu Ärger mit Kunden führen.

So bleiben Sie auf der sicheren Seite:

  • Allgemein bleiben: Schreiben Sie, dass es für den Heizungstausch staatliche Förderung geben kann, und verweisen Sie auf die offiziellen Stellen, also die KfW und das BAFA. Dort finden Kunden die aktuellen Bedingungen.
  • Keine Prozentsätze oder Beträge: Verzichten Sie auf Sätze wie „bis zu X Prozent Zuschuss“. Selbst wenn die Zahl heute stimmt, kann sie in ein paar Monaten falsch sein.
  • Stand angeben: Schreiben Sie unter den Förderhinweis, wann Sie ihn zuletzt geprüft haben, zum Beispiel „Stand: Oktober 2026“.
  • Auf Änderungen hinweisen: Ein Satz wie „Maßgeblich sind die Angaben der Förderstellen“ macht klar, dass Ihre Seite keinen Bescheid ersetzt.

Wenn Sie Kunden beim Förderantrag tatsächlich unterstützen, etwa mit Unterlagen oder einer Bestätigung zum eingebauten Gerät, schreiben Sie das dazu. Das ist für viele ein echter Grund, Sie zu beauftragen.

Bad und Sanitär: echte Fotos statt Katalogbilder

Beim Bad entscheiden Kunden stark nach dem, was sie sehen. Zeigen Sie deshalb Fotos von Bädern, die Ihr Betrieb selbst gebaut hat. Katalog- oder Stockfotos sehen oft perfekt aus, haben aber mit Ihrer Arbeit nichts zu tun. Fremde Arbeiten als eigene auszugeben, ist unseriös und kann bei Bildern ohne passende Lizenz auch rechtlich Ärger bringen.

Ein paar Hinweise dazu:

  • Fragen Sie Ihre Kunden, bevor Sie Fotos aus deren Wohnung zeigen, und lassen Sie sich das Einverständnis am besten schriftlich geben.
  • Vorher-nachher-Bilder aus derselben Perspektive zeigen sehr gut, was sich verändert hat.
  • Ein Handyfoto bei Tageslicht und mit aufgeräumtem Raum reicht oft völlig aus.

Vertrauen: nur zeigen, was stimmt

Kunden lassen nicht gern Fremde in ihr Haus. Deshalb achten sie auf Hinweise, dass Ihr Betrieb seriös ist.

  • Meisterbetrieb und Handwerksrolle: Nennen Sie das, wenn es zutrifft. Diese Angaben müssen stimmen, denn falsche Angaben können als irreführende Werbung abgemahnt werden.
  • Bewertungen: Zeigen Sie echte Bewertungen und verlinken Sie, wo sie herkommen, etwa auf Ihr Google-Profil. Wie Sie dieses Profil einrichten und zu mehr Bewertungen kommen, lesen Sie in unserer Anleitung zum Google Unternehmensprofil.
  • Servicegebiet und Team: Nennen Sie, wo Sie arbeiten, und zeigen Sie, wenn Sie mögen, ein Foto von sich und Ihrem Team. Gerade bei kleinen Betrieben ist das oft das stärkste Argument.

Pflichtangaben kurz erklärt

Auch eine kleine Betriebswebsite braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Ins Impressum gehören unter anderem Name, Anschrift, Kontaktdaten und je nach Rechtsform weitere Angaben wie Registereintrag oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Bei zulassungspflichtigen Handwerken kommen Angaben zur zuständigen Handwerkskammer und zur Berufsbezeichnung dazu. Die Datenschutzerklärung erklärt unter anderem, was mit den Daten aus Ihrem Anfrageformular passiert.

Setzen Sie Statistik-Tools oder eingebettete Inhalte wie Karten oder Videos ein, brauchen Sie dafür in der Regel eine Einwilligung der Besucher, also einen Cookie-Hinweis mit Auswahl. Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie Ihre Handwerkskammer oder eine Anwältin oder einen Anwalt für IT-Recht.

Checkliste für Ihre SHK-Website

  • Telefonnummer auf jeder Seite sichtbar und am Handy direkt anrufbar
  • Notdienst-Zeiten und Einsatzgebiet ehrlich angegeben
  • Kurze Sofort-Tipps für Rohrbruch und Gasgeruch
  • Hinweis auf Zuschläge außerhalb der Arbeitszeit
  • Eigene Seite für den Heizungstausch mit den Systemen, die Sie wirklich anbieten
  • Ablauf vom Erstgespräch bis zur Einweisung beschrieben
  • Anfrageformular mit Foto-Upload für Heizraum und Typenschild
  • Förderung nur allgemein, mit Links zu KfW und BAFA und Prüfdatum
  • Eigene Fotos von Bädern, mit Einverständnis der Kunden
  • Meisterbetrieb und Bewertungen nur, wenn echt und belegbar
  • Impressum, Datenschutzerklärung und bei Bedarf Cookie-Hinweis

Fazit

Eine SHK-Website muss nicht aufwendig sein, aber sie muss in beiden Situationen funktionieren: im Notfall in Sekunden und beim geplanten Heizungstausch mit genug Informationen für eine gute Anfrage. Ehrliche Angaben zu Zeiten, Gebiet und Förderung sparen Ihnen dabei mehr Zeit, als sie kosten.

Was speziell auf eine SHK-Seite gehört, sehen Sie auch auf unserer Seite Website für SHK-Betriebe, regional unter SHK-Website in Chemnitz. Weitere Wege zu mehr Aufträgen finden Sie im Ratgeber Mehr Anfragen für Ihren Handwerksbetrieb, und was eine Website kostet, lesen Sie unter Was kostet eine Website für Handwerker?.

Über KMU-KI

KMU-KI baut Websites mit Anfragen-Portal für Handwerksbetriebe. Es gibt keine Grundgebühr, abgerechnet wird pro echter Anfrage. Wie das Modell funktioniert, lesen Sie unter Website ohne Grundgebühr.

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