Ratgeber

Was kostet eine Website für Handwerker? Preise und Modelle 2026

Redaktion KMU-KI ·

Fragen Sie fünf Anbieter nach dem Preis für eine Handwerker-Website, bekommen Sie fünf sehr unterschiedliche Antworten: ein paar hundert Euro, mehrere tausend Euro oder einen Monatsbeitrag. Die Unterschiede kommen vor allem aus dem Modell dahinter. Es legt fest, wer die Arbeit macht, was nach dem Start passiert und wer das Risiko trägt, wenn die Seite keine Kunden bringt.

Im Folgenden finden Sie die vier gängigen Preismodelle, die Kosten, die neben dem Angebotspreis anfallen, und eine einfache Methode, Angebote zu vergleichen. Am Ende steht die Frage, auf die es ankommt: Was kostet die Website im Verhältnis zu dem, was sie Ihrem Betrieb bringt?

Die vier Preismodelle im Überblick

ModellTypische KostenstrukturWer macht die Arbeit?Ihr Risiko
Baukasten (selbst bauen)Monatliche Gebühr für Software und HostingSie selbstZeit, Rechtstexte, Pflege bleiben bei Ihnen
Freelancer oder Agentur mit FestpreisEinmalpreis für die Erstellung, Hosting und Pflege oft extraDienstleisterSie zahlen vorab, egal ob die Seite Anfragen bringt
Website im AboMonatlicher Festbetrag, oft mit MindestlaufzeitDienstleisterFixkosten jeden Monat, auch in ruhigen Monaten
Bezahlung pro AnfrageKeine Grundgebühr, Kosten nur bei echten AnfragenDienstleisterGering: ohne Anfrage keine Kosten

Zur Einordnung einige öffentlich genannte Preise von Anbietern, die Websites für Handwerksbetriebe bauen. Die Angaben stammen von den Websites der Anbieter, Stand 16.10.2026:

AnbieterGenannter PreisLaufend dazu (laut Anbieter)
homepagehandmade.deFestpreis ab 299 € (One-Pager) bis 999 € (Premium)Hosting 5–10 € im Monat, Änderungen 49,95 € je Seite
meinbetriebonline.deFestpreis 800 € oder 1.200 €Hosting und Domain ab 15 € im Monat
websitefuerhandwerker.deFestpreis 3.500 € oder 5.900 € zzgl. MwSt.Betreuung optional

Die Spanne ist groß, und die Pakete lassen sich nicht eins zu eins vergleichen. Schauen Sie bei jedem Angebot genau nach, was enthalten ist und was danach monatlich oder jährlich dazukommt.

Modell 1: Baukasten selbst bauen

Mit einem Baukasten steht eine einfache Website oft an einem Wochenende. Die Software kostet wenig, und Vorlagen gibt es reichlich.

Teuer wird dabei Ihre Zeit. Sie schreiben die Texte, suchen Fotos aus, beschreiben Ihre Leistungen, legen Impressum und Datenschutzerklärung an und richten das Formular ein. Später halten Sie Öffnungszeiten und Preise aktuell. Wer das abends nach der Baustelle am Laptop erledigt, sieht den günstigen Preis bald mit anderen Augen.

Dass Sie bei Google gefunden werden, regelt ein Baukasten auch nicht von selbst. Um Seitentitel, Beschreibungen, Ladezeit und eine klare Struktur pro Leistung kümmern Sie sich selbst.

Das passt, wenn Sie Freude an der Sache haben, die Zeit dafür einplanen und die Rechtstexte zuverlässig selbst pflegen.

Modell 2: Freelancer oder Agentur mit Festpreis

Das ist der klassische Weg. Sie bekommen ein Angebot, zahlen auf einmal oder in Raten, und nach einigen Wochen geht die Seite online. Gute Dienstleister liefern ordentliche Texte, Fotos im passenden Format und saubere Technik.

Klären Sie vor der Unterschrift drei Punkte:

  • Was kostet es nach dem Start? Gemeint sind Hosting, Domain, Sicherheitsupdates und Änderungen. Manche Angebote enthalten das, viele nicht.
  • Wem gehört die Seite? Fragen Sie, ob Sie Zugangsdaten, Domain und Inhalte bekommen, wenn Sie den Anbieter wechseln.
  • Wie schnell werden Änderungen umgesetzt? Eine neue Leistung oder ein Urlaubshinweis sollte nicht wochenlang auf sich warten lassen.

Bleibt das Risiko: Sie zahlen den vollen Preis, bevor feststeht, ob über die Seite auch nur eine Anfrage kommt.

Das passt, wenn Sie ein festes Budget haben, ein individuelles Design möchten und Pflege und Hosting klar geregelt sind.

Modell 3: Website im Abo

Hier zahlen Sie statt eines großen Betrags einen monatlichen. Erstellung, Hosting und Pflege sind meist enthalten. Das schont die Liquidität, und die Kosten sind planbar.

Achten Sie auf das Kleingedruckte. Viele Abos haben eine Mindestlaufzeit, manchmal ein Jahr oder länger. Rechnen Sie den Monatsbetrag deshalb über die gesamte Laufzeit hoch und vergleichen Sie diese Summe mit anderen Angeboten. Fragen Sie außerdem, was mit der Seite passiert, wenn Sie kündigen.

Das passt, wenn Sie lieber gleichmäßig zahlen und die Seite sicher mehrere Jahre nutzen wollen.

Modell 4: Bezahlung pro Anfrage

Bei diesem Modell gibt es keine Grundgebühr. Sie zahlen nur, wenn über die Website tatsächlich eine Kundenanfrage bei Ihnen ankommt. Der Anbieter verdient also erst, wenn die Seite ihren Zweck erfüllt.

Mit einem Vermittlungsportal sollten Sie das nicht verwechseln. Dort geht dieselbe Anfrage oft an mehrere Betriebe, und Sie zahlen für den Kontakt, auch wenn ein anderer den Auftrag bekommt. Über Ihre eigene Website schreibt der Kunde gezielt Ihren Betrieb an, die Anfrage landet also nur bei Ihnen.

Fragen Sie bei diesem Modell nach:

  • Was gilt als echte Anfrage? Spam und Werbung sollten nicht berechnet werden.
  • Gibt es eine Obergrenze pro Monat?
  • Gibt es eine Laufzeit oder Kündigungsfrist?

Das passt, wenn Sie keine Fixkosten wollen und Ihr Risiko klein halten möchten.

Die Kosten, die gern vergessen werden

Egal für welches Modell Sie sich entscheiden: Die folgenden Posten sollten im Angebot stehen. Fehlen sie, planen Sie sie selbst ein.

  1. Domain, also Ihre Adresse im Internet. Sie wird jährlich bezahlt.
  2. Hosting, der Speicherplatz, auf dem die Seite läuft.
  3. SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung (das Schloss im Browser). Es ist heute meist kostenlos dabei, fehlen sollte es nie.
  4. Impressum und Datenschutzerklärung. Für gewerbliche Websites sind sie Pflicht, und Fehler können Abmahnungen nach sich ziehen.
  5. Pflege und Updates. Software, die nicht aktualisiert wird, wird zum Sicherheitsrisiko.
  6. Änderungen wie neue Leistungen, neue Fotos oder eine neue Telefonnummer. Fragen Sie, ob das jedes Mal extra kostet.
  7. Ihre eigene Zeit für Texte, Fotos und Abstimmungen.

So vergleichen Sie Angebote richtig

Der Einmalpreis allein sagt wenig. Hilfreicher sind drei Fragen.

Was zahle ich über drei Jahre insgesamt? Rechnen Sie Erstellung, Hosting, Pflege und Abo-Beiträge über 36 Monate zusammen. Erst dann lassen sich Festpreis, Abo und Bezahlung pro Anfrage vergleichen.

Was muss ich selbst tun? Ein niedriger Preis, bei dem Texte, Rechtstexte und Pflege an Ihnen hängen bleiben, ist am Ende oft gar nicht so günstig.

Was passiert, wenn keine Anfragen kommen? Beim Festpreis und beim Abo zahlen Sie trotzdem, bei der Bezahlung pro Anfrage nicht.

Zur Einordnung hilft eine einfache Rechnung. Überlegen Sie, was ein durchschnittlicher Auftrag Ihrem Betrieb einbringt. Daraus sehen Sie, wie viele zusätzliche Aufträge nötig sind, damit sich eine Website trägt. Setzen Sie dafür Ihre eigenen Zahlen ein.

Was eine Handwerker-Website leisten muss, damit sich die Kosten lohnen

Eine Website, die niemand findet oder über die niemand anfragt, ist zu jedem Preis zu teuer. Darauf kommt es an:

  • Sie lässt sich auf dem Handy gut bedienen, denn viele Kunden suchen unterwegs.
  • Telefonnummer und Anfrageformular sind sofort sichtbar, ohne Suchen und ohne Scrollen.
  • Leistungen und Einzugsgebiet sind klar benannt. Der Kunde sieht in Sekunden, ob Sie machen, was er braucht, und ob Sie zu ihm kommen.
  • Die Fotos stammen aus Ihrem Betrieb und nicht aus einer Bilddatenbank.
  • Die Seite lädt schnell. Lange Wartezeiten kosten Besucher.
  • Anfragen gehen nicht unter. Sie nützen nur, wenn Sie sie schnell sehen und beantworten.

Welche Inhalte im Einzelnen auf die Seite gehören, zeigt unsere Checkliste Website für Malerbetriebe am Beispiel Malerbetrieb.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für einen Handwerksbetrieb?

Das hängt vom Modell ab. Beim Baukasten zahlen Sie vor allem mit Ihrer Zeit, dazu kommt eine Monatsgebühr. Spezialisierte Anbieter nennen öffentlich Festpreise zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro, Abo-Anbieter einen Monatsbetrag. Bei der Bezahlung pro Anfrage gibt es keine Grundgebühr.

Welche laufenden Kosten hat eine Handwerker-Website?

Domain, Hosting, Pflege und Updates, dazu gegebenenfalls Änderungen und die Aktualisierung der Rechtstexte. Fragen Sie bei jedem Angebot, welche dieser Posten enthalten sind.

Lohnt sich eine eigene Website, wenn ich schon bei Portalen bin?

Das eine schließt das andere nicht aus. Auf Portalen konkurrieren Sie oft mit mehreren Betrieben um dieselbe Anfrage. Über die eigene Website melden sich Kunden, die gezielt Sie anfragen.

Muss ich Impressum und Datenschutzerklärung selbst schreiben?

Pflicht sind beide Texte in jedem Fall. Wer sie erstellt, hängt vom Anbieter ab: Bei vielen Rundum-Angeboten sind sie enthalten, beim Baukasten meist nicht.

Kann ich die Website später wechseln?

Klären Sie vor Vertragsabschluss, wem Domain und Inhalte gehören, ob es eine Laufzeit gibt und wie lang die Kündigungsfrist ist.

Zum Schluss: unser Modell

Damit Sie diesen Ratgeber einordnen können: Wir sind selbst Anbieter. KMU-KI baut fertige Websites für Handwerksbetriebe, zuerst für SHK- und Malerbetriebe. Hosting, Pflege, Impressum und Datenschutz sind inklusive, und Anfragen landen in einem Portal auf Ihrem Handy. Es gibt keine Grundgebühr und keine Laufzeit. Sie zahlen 10 € netto zzgl. USt pro echter Anfrage, höchstens 100 € netto zzgl. USt im Monat. Kommt keine Anfrage, zahlen Sie nichts. Alle Details stehen auf unserer Seite zu den Kosten einer Handwerker-Website.

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